Bericht über das Treffen bei der Justizwache in Oberösterreich
Donauschlinge Schlögen

Am 12.06.2014 machten wir uns um 10:00 Uhr gemütlich auf den Weg zum Treffen der Justizwache nach Schlögen. Die Oberösterreicher Kollegen haben uns bereits im letzten Herbst dazu eingeladen. Da das Treffen in einem 4 Sterne Wellnesshotel stattfand, wurden wir neugierig, da dies scheinbar ein völlig anderes Treffen wird als unsere Bundesjustiztreffen in Deutschland. Dies war dann auch so.

Wir fuhren also los über Cham und Kötzting zur Richard Gedächtnis Strecke nach
Arrach – Arnbruck, dann über Bodenmais und den Arber immer tiefer in den Bayrischen Wald, wo wir im Zwieslerwaldhaus, im "Waldgasthof Scharnagel", zum Mittagessen einkehrten. Das Essen war sehr gut und die Portionen,wie von einem Kenner angekündigt, riesig. Wir schlemmten und hatten im Anschluss Mühe wieder auf unsere Bikes zu kommen um die Tour nach Österreich fortzusetzen. So war dann auch die Strecke von Spiegelau, über Freyung und Waldkirchen, in das Mühlviertel nach Österreich einigen fast schon zu viel. Kurzzeitig kamen wir genau zu dieser Zeit in einen Regenschauer der das konzentrierte Fahren noch anstrengender machte. Nach einer kurzen Pause fuhren wir dann das letzte Stück über Falkenstein im Mühlkreis ins schöne Donautal zum Hotel Donauschlinge.

Dort angekommen wurden wir vom Orga-Team herzlich begrüßt und bekamen eine aufputschende Erfrischung überreicht.
Anschließend bezogen wir die Zimmer die in dem verwickelnden Hotel nicht einfach zu finden waren. Die Zimmer waren groß und die Aussicht traumhaft. Zumindest von den Zimmern auf der Donauseite mit Donaublick. Das Hotel ist zwar schon etwas älter, aber gut in Schuss, so sahen wir auch über die kleinen Mängel wie defekter Minibarkühlschrank, zu kurzer Duschschlauch, durchgelegene Matratzen und andere Kleinigkeiten hinweg. Biker sind ja nicht verwöhnt und schließlich gab es auch ein Hallenbad und einen Wellness Bereich in dem die Duschen super waren.
Die Verpflegung war sehr gut und vor allem das umfangreiche Frühstücksbuffet ist einen Aufenthalt in diesem Hotel wert.

Am ersten Abend trafen wir bereits viele Kollegen aus Deutschland und lernten die Kollegen aus Österreich kennen. Im Laufe des Aufenthalts stellte sich heraus, das die Musikauswahl der Österreicher um einiges von dem abwich, was wir von den Treffen in Deutschland so kennen. War es am Freitagabend noch ein Gitarrenduo das für Unterhaltung sorgte, war uns der Alleinunterhalter für Seniorennachmittage am Samstag dann doch zu viel. Scheinbar nicht nur uns Ambergern, sondern auch vielen anderen wie man am sich leerenden Speisesaal erkennen konnte. Hier sollten sich die Veranstalter im nächsten Jahr unbedingt Gedanken machen dies anders zu gestalten. Es muss ja nicht unbedingt eine live Rockband sein, aber ein Alleinunterhalter mit Hammondorgel geht gar nicht.

Die angebotenen Touren waren sehr schön, wir Amberger fuhren geschlossen die „Tour Leo“ mit Schlossbesichtigung mit. Anfangs glaubten wir noch an einen Scherz als Leo verkündete, er wolle die Tour mit dem Auto anführen da sein Bike noch in der Werkstatt ist, das war aber sein Ernst. So fuhr ich mit meinen Kollegen die erste Motorradtour meines Lebens hinter einem Auto her. Leo machte aber das beste daraus und die Tour war super. Auch die Schlossbesichtigung mit den vielen interessanten Informationen des Schlossführers war gut.

Am Freitagabend wurden dann, von den beiden Margits des Orga-Teams, die Lose für die Tombola verkauft. Wir wunderten uns etwas, dass die Verlosung aber erst am nächsten Abend, am Samstag, stattfand. Es gab keine Nieten und so war jedes Los ein Gewinn. Ich beglückwünsche an dieser Stelle noch die Österreicher Kollegen, und die „Obsperra“ aus Regensburg, die soviel Glück hatten und die Hauptpreise zogen, während ich den Schaum fürs Helmfutter und das Kettenfett für meinen Kardanantrieb bekam. Ach ja, nicht zu vergessen die Schnitzelgutscheine die ich bis Dezember in einigen Filialen in Österreich einlösen kann.
Der Erlös der Tombola waren stattliche 2.200,- € die dem "Weißen Ring" zugute kamen.
Aber auch die kleinen Preise die wir nach Hause nahmen waren nicht ohne und so freuten auch wir uns über das Ergebnis der Tombola.

Am Samstag ging es dann auf die große gemeinsame Ausfahrt. Wir fuhren, um die Außenstelle Asten bei Linz zu besichtigen. Es ging also im Korso um 09:30 Uhr los und wir fuhren gemeinsam Richtung Linz. Ein Kompliment an die Kollegen, die es schafften auf der ganzen Strecke den Korso zusammen zu halten und sogar durch die Stadt Linz zu führen. Die meisten Autofahrer und Fußgänger waren auch einsichtig und hielten sich an die Weisungen der absperrenden Kollegen. Am letzten Kreisverkehr vor der Anstalt verstand eine Fahrerin aber erst nach mehrmaligen Haltezeichen, dass auch sie stehenbleiben soll. Ob es wohl am Kopftuch der Dame lag?
Entgegen der ersten Ankündigung von Mike fuhren wir aber nicht zuerst zur JVA, sondern in einen Biergarten Mitten in Linz, auf dieser Strecke durch die Großstadt haben wir dann unser Amberger Begleitfahrzeug verloren. Jürgen war etwas angepisst, als plötzlich die Autos wieder quer kamen und er nicht den Anschluss an die Gruppe halten konnte. Wir trafen ihn dann aber an der Außenstelle Asten wieder.
Gewundert haben wir uns dann auch, warum man einen Motorradkorso mit 50 Motorrädern durch die Stadt führt, damit ein Teilnehmer des Korsos in einem Motorradgeschäft ein Ladekabel für sein Navi kaufen kann. Es ging aber alles gut und die Fahrt durch Linz war echt schön.
Nochmal, ein Kompliment den Kollegen die diesen Korso begleitet haben und fahrerisch brillant jedesmal die Teilnehmer überholten um an der nächsten Kreuzungen, oder dem nächsten Kreisverkehr wieder parat zu stehen.

Am Samstagabend war dann die bereits erwähnte Gewinnausgabe der Tombola. Es gab ein Österreichisches Buffet mit Braten, „Schweinestelzen,“ Schnitzel und Knödel und „da Peda“ spielte auf. Es war ein lauer Abend und so lud die Terrasse an der Donau ein, um bei frischer Luft und der besseren Akustik den Abend ausklingen zu lassen.

Am Sonntag genossen wir dann zum letzten Mal das gute und üppige Frühstücksbuffet. Danach war Aufbruchstimmung und es begann die große Verabschiedungsrunde.
Auch wir verabschiedeten uns und machten uns auf den Weg nach Hause.
Wir fuhren diesmal an der Donau entlang nach Passau und von dort über Vilshofen a. d. Donau und Plattling auf der B8 Richtung Straubing. In Aiterhofen machten wir im "Landgasthof Goldenes Rad" im Biergarten Mittagspause um danach frisch gestärkt weiter zu fahren. Dort trennte sich dann unsere Gruppe, da ein paar Richtung Regensburg weiter mussten.
Die restliche Gruppe fuhr über die B20 nach Cham und dann über die B22 nach Oberviechtach weiter. Dort wurden wir auf der Terrasse von unserer Angie mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.
Ein weiteres Mal frisch gestärkt fuhren wir dann unser letztes Stück über Nabburg und Trisching zurück nach Amberg.

Mein Fazit: Insgesamt ein gelungenes Treffen mit einigen kleinen Besonderheiten. Gestört hat mich im Großen und Ganzen nur die seltsame Musik an den Abenden. Vor eine psychologische Herausforderung hat unsere Gruppe das kurzzeitige verschwinden einer Motorradhose gestellt, die aber auch wieder aufgetaucht ist. :-). Super Wetter und super Touren sowie Klasse Essen und unsere Mädels hatten eine schöne Wellness Abteilung und waren Glücklich, was will das Biker-Herz da mehr.